Schützenfest 1974
Am Samstagabend den 4. Mai trafen sich die Börnster mit vielen Gästen im Festzelt. Nachdem die Stadtkapelle zum Tanz bat, herrschte bald ein lustiges Treiben.
Die sonntägliche Messe lud alle Schützenbrüder ins Festzelt ein. Den anschließenden Frühschoppen konnte kaum einer der Schützen umgehen, die sich in den frühen Nachmittagsstunden zum Schießen um die Königswürde wiedertrafen. Trotz schlechtem Wetters waren die Schützen zahlreich erschienen. Die fahrbare Vogelstange, die unmittelbar in Nähe des Zeltes stand, war für alle Aktiven ein Vorteil. Es regnete Bindfäden, jedoch konnte jeder die Vogelstange vom Zelt aus im Auge behalten.
Der Holzvogel hielt stand, bis daß er vom Meisterschützen Herrn Josef Sommer mit einem gezieltem Schuß zur Strecke gebracht wurde. Zur Königin erkor er sich Frau Agatha Wilde. Nach Proklamation des neuen Königspaares fand der Festball statt.
Der zweite Tag verlief in gewohnter Weise. Nach der Kranzniederlegung am Kriegerdenkmal wurde der Nachmittag mit dem Kaffeetrinken der Damen und Ehrengäste, der Verlosung und Kinderbelustigung ausgefüllt. Der um 20.00 Uhr beginnende Festball beschloß in den Morgenstunden das Schützenfest 1974.
Tätigkeitsbericht
Im Laufe des Jahres fanden fünf Vorstandsversammlungen statt. Der untere Teil des Schützenplatzes wurde aufgefüllt und bepflanzt.
Nachtrag
Zum Schützenfest 1974 ist noch hinzuzufügen, daß zum Königsschießen das Königspaar abgeholt wird. Wohnt das Paar östlich der Borkener Str., wird es vom Hofe Gövert oder südlich der Borkener Str. vom Hofe Brambrink abgeholt. Im Jahre 1974 konnte Bernhard Brambrink zum Schützenfest wegen des Todes seines Vaters nicht antreten. Ewald Schlaut und Paula Düpmann haben stellvertretend die Königspflichten für das Schützenfest übernommen.
Generalversammlung 1974
Am 28. Dezember 1974 fand in der Gaststätte Haus Waldfrieden die alljährliche Jahreshauptversammlung statt. Um 20.00 Uhr eröffnete der Vorsitzende die Versammlung. Nach Begrüßung der zahlreich erschienenen Mitglieder wurde eine Gedenkminute für Gefallene und Verstorbene eingelegt.
Dankesworte gingen an alle Schützen, besonders an seine Majestät Josef Sommer, die am Gelingen des vergangenen Festes beteiligt waren.
Nach dieser kurzen Einführung wurde das Protokoll vorgetragen und die Herren Josef Sommer und Heinrich Steinberg als Kassenprüfer gewählt. Nach Prüfung der Kasse und Bestätigung ihrer Richtigkeit wurde den Kassierern die Entlastung einstimmig erteilt.
Wiedergewählt in den Vorstand wurden Hubert Böinghoff und Josef Schlätker. Die Fahnenoffiziere Karl Sträter, Paul Brambrink, Hubert Sträter und als Ersatzmann Paul Wieschhörster nahmen ihre Wiederwahl an.
Für das Jahr 1975 wurde das Schützenfest auf den 11. und 12. Mai festgelegt.
Der Jahresbeitrag fürs kommende Schützenjahr und den Eintrittspreis setzte die Versammlung auf 4,00 DM fest.
Anschließend kam das Problem der Vogelstange zur Sprache. Nach einigem Him und Her einigten sich die Versammelten, die Stange auf dem Schützenplatz aufzubauen.
Gegen 23.50 Uhr beschloss der Vorsitzende Heinrich Gövert die Versammlung 1974 und bedankte sich beim Hausherrn und wünschte den Anwesenden ein gesundes neues Jahr.
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